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Das Jetski Ein-Mal-Eins

Jetski Ein-Mal-EinsWer sich für Jetskis interessiert und diesen Sport als Hobby betreiben will, sollte sich besser vorher darüber informieren, was es so alles zu beachten gibt. Hier sind die wichtigsten Dinge beschrieben, die einen guten Überblick über Gesetze, Versicherungen und Kosten geben.

Ein kleiner Ratgeber von A wie Führerschein bis Z wie Geldbeutel. Lachen



Führerschein

Da Jetboote weit mehr als 5PS (3,68 kW) Motorleistung haben, ist in Deutschland der Sportbootführerschein-See oder -Binnen (oder gleichgestelltes Befähigungszeugnis) vorgeschrieben. Dieser kann ab dem vollendetem 16. Lebensjahr erworben werden. Eine Liste der Ausbildungsstellen sortiert nach Postleitzahlen gibt es bei Deutscher Motor Yacht Verband (DMYV), www.dmyv.de



Kennzeichen

Das Jetboot muß ein amtliches Kennzeichen tragen. Dieses ist bei den zuständigen Wasser- und Schiffahrtsämtern gegen eine einmalige Gebühr (ca. EUR 18,-) zu beantragen. Adressen der Wasser- und Schiffahrtsämter: www.wsv.de





Voraussetzungen

Das Jetboot muß mit einer Reißleine ausgestattet sein oder so eingestellt sein, daß (sollten Fahrer und Jet sich trennen) es langsam im Kreis fährt. Das Tragen einer Schwimmweste ist Pflicht für Fahrer und Beifahrer.



Versicherung

Es ist zwar keine Versicherung vorgeschrieben, aber eine spezielle Bootshaftpflichtversicherung ist dringend zu empfehlen. Auf unserer Versicherung-Seite bieten wir kostengünstige Tarife für fast jeden Wassersportstyp an.



Zeiten

Es darf, sofern nicht anders geregelt, nur in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang (siehe Kalender, Tagespresse ...) gefahren werden, jedoch nicht vor 7:00 und nach 20:00 Uhr. Die Sicht muß mindestens 1.000m betragen.




Strecken

Auf deutschen Binnenschiffahrtsstraßen ist das freie Fahren und Trainieren nur auf den durch blaue Tafeln freigegebenen Strecken gestattet. Zusätzlich sind einige Landes- oder Privatgewässer freigegeben. Am besten vor Ort nachfragen.

Es ist möglich, auf Wasserskistrecken Jetski als Zugfahrzeuge zu nutzen.

Wasserskistrecken-Bedingungen beachten.

An Nord- und Ostseeküste gilt die Seeschiffahrtsstraßenordnung.

Fahrwasser, Tempolimit, Badezonen, Naturschutzgebiete, Sondervorschriften usw. beachten.



Wassermotorräder-Verordnung

Die komplette Wassermotorräder-Verordnung des "Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen" ist nachzulesen unter www.elwis.de (siehe Freizeitschifffahrt)



Eigener Jet-Ski

Strecke und Führerschein sind da? Dann fehlt nur noch das Wichtigste: Der Jet-Ski (bzw. das Jetboot, wie die korrekte Bezeichnung ist Deutschland ist). Diesen kann man z.B. bei einem Händler neu oder gebraucht erwerben. Es gibt mehrere Hersteller (z.B. Yamaha, Kawasaki und Polaris) die sowohl Steher (fährt man im Stehen) und Sitzer (fährt man im Sitzen) herstellen und neu ab ca. EUR 7.000,- erhältlich sind. Gebrauchte Modelle in gutem Zustand kosten ab ca. EUR 2.000,- (Steher) bzw. ab ca. EUR 3.000,- (Sitzer). Zusätzlich benötigt man einen Trailer (ca. EUR 700,- bis 1.000,-) und die passende Kleidung (Neoprenanzug und Schwimmweste) für ca. EUR 200,-.

Hat man einen passenden Jet-Ski gefunden, so muß dieser beim Wasser- und Schiffartsamt angemeldet werden. Das kostet EUR 18,- und man erhält eine Ziffern-/Zahlenkombination, die man zur Identifikation des Inhabers (wie ein Nummernschild) am Jet-Ski in 10cm hohen, gut sichtbaren Buchstaben befestigen muß.

Eine spezielle Versicherung ist zwar keine Vorschrift, allerdings empfehlen wir eine spezielle Bootshaftpflicht (z.B. bei der Allianz) sehr.
Die Glaubensfrage: Sitzer oder Steher
Diese Frage scheidet die Nation der Jetski-Fahrer. Steherfahrer schwören auf "... den einzig wirklichen Sport ..." und Sitzerfahrer meinen "... mit Stehern liegt man mehr im Wasser als daß man fährt.".

Was ist wirklich der Unterschied? Und vor allem: Für wen eignet sich was?




Die Einstellung

Fakt ist folgendes: Steher und Sitzer fahren entscheidet sich schon grundsätzlich. Während man auf einem Sitzer schon nach ein paar Minuten Gas geben kann und fährt liegt man in den ersten Stunden des Steher-Lebens mehr im Wasser als auf dem Ski. Dies resultiert aus der geringen Breite der Steher-Modelle, die erst durch Geschwindigkeit an Stabilität gewinnen. Und besonders in den Kurven zeigt sich, was der Fahrer auf dem Kasten hat.



Die Kondition

Auf einem Sitzer (ausgenommen mal den Sea-Doo HX) kann man auch im Stand bequem sitzen und es genügt sich am Lenker festzuhalten und Gas zu geben. Hier macht man schnell Fortschritte und das Fahren auf dem Sitzer ist weniger anstrengend, da man auch sitzen kann, während man auf dem Steher sowohl Balance als auch das eigene Gewicht und das des Lenkarms halten muß.



Der Geldbeutel

Natürlich ist Jetski fahren eine Frage des Geldbeutels. Steher-Modelle sind neu ab ca. EUR 7.000,- zu haben, für den "kleinsten" Sitzer legt man locker noch mal EUR 2.000,- drauf. Auch gebraucht kann man Steher deutlich günstiger bekommen als Sitzer. Im Verbrauch können Steher mit einem maximalen Verbrauch von unter 20 Litern/Stunde gegenüber von bis zu 40 Litern/Stunde bei hoch motorisierten Sitzern punkten. Und diese Kosten sind bei der derzeitigen Benzinpreisentwicklung nicht zu vernachlässigen.



Die Familienplanung

Ganz entscheidend ist das eine: Auf einem Steher hat maximal eine Person platz, mehr nicht (garantiert!). Auf den meisten Sitzern finden 2 Personen Platz und die Modelle gibt es bis zu 4- Sitzern für die Kleinfamilie. Wer also der Frau oder den Kindern entlegene Buchten zeigen möchte, der kommt um einen Sitzer nicht herum, es sei denn sein Geldbeutel erlaubt den Kauf eines Begleitbootes.




Die Ambitionen

Mit einem Steher lernt man nie aus. Kann man einmal scharfe Kurven ziehen und die Ambition nach mehr ist da, so kann man sich auf die Spuren von Rick Roy und Marc Sickerling im Freestyle begeben. Und beide haben bewiesen, daß selbst sie als Profis jedes Jahr neue Tricks auf Lager hatten bzw. haben. Für die ersten paar Jahre genügt es aber dem Hobbypiloten, die Kunststückchen der Pro's erst einmal zu lernen und zu perfektionieren. So sind einige feuchte Sommertage sicherlich ausgefüllt. Sicher, einen Sitzer kann man auch besser beherrschen lernen, aber, auch wenn es manche Pro's es zeitweise probiert haben, zum Freestyle sind die Sitzer nur bedingt geeignet. Hier ist es sicherlich interessanter, daß man mit einem Sitzer, der eine deutlich höhere Reichweite mit einer Tankfüllung hat, gemütliche oder sportliche Touren unternehmen kann und Flüsse als auch Küsten etwas genauer erkunden kann. Mit einem Steher ist das nur in kleinerem Radius und weniger entspannt möglich.



Das Fazit

Einen allgemeingültigen Rat kann man nicht geben, und wer das tut, der ist nicht ehrlich. "Jedem das Seine" sagt der Volksmund, und dem möchten wir uns anschließen. Eines empfehlen wir dringend: Werden Sie sich klar über Ihre Bedürfnisse und probieren Sie aus, was Ihnen gefällt. Und lassen Sie sich von niemandem auf eine Seite drängen. Jet-Ski wird Ihr Hobby, und in Ihrer Freizeit haben Sie besseres zu tun als sich zu ärgern.